Band 7: Der Strom des Lebens

 

 

 

Nach vorne schauen.
Zusammenhalten.
Weitermachen.



Ex-Agent Vikram Sandeep hat die Leitung seines Waisenhauses Dar-as-Salam bei Srinagar in die Hände seines ehemaligen Zöglings Yussuf Sadaq gelegt. Nun genießt er seinen Lebensabend, zusammen mit seiner Frau Sameera und seinem besten Freund Raja Sharma. Natürlich stehen alle drei ihren Kindern, Enkeln und Freunden auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite, wenn ihre Hilfe gebraucht wird. Das ist in der Unruheprovinz Kashmir öfter der Fall, als ihnen lieb sein kann – und zudem haben sie noch immer Feinde, die ihnen nach dem Leben trachten…


tredition, 2022 (572 Seiten)
Paperback (ISBN 978-3-347-62728-4): € 20,99
eBook (ISBN 978-3-347-62729-1): € 5,99

Erhältlich bei jeder Buchhandlung sowie online bei der Autorenwelt u.a. (siehe Shop).

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Leseprobe

»Verzeihung, kann ich Ihnen vielleicht behilflich sein?«
   Vikram fuhr herum. Auf der Beifahrerseite des Jeeps stand Raja und grinste ihn vergnügt an.
   »Raja!« Er schüttelte lächelnd den Kopf. »Gerade habe ich an dich gedacht.«
   »Solltest du auch«, erwiderte Raja. »Und, alle vier Reifen ganz?«
   »Ja, klar«, antwortete Vikram verwirrt. »Wieso…«
   »Okay, diesmal also kein Reifenwechsel«, stellte Raja fest und hielt eine große Tüte hoch. »Aber vielleicht hast du Lust auf ein Stück Mandelkuchen?«
   Vikram schnaubte belustigt. »Sag mal, hast du vor, hier unsere erste Begegnung nachzuspielen?«
   »Nein«, gab Raja zurück; seine Augen funkelten heiter. »Aber an sie zu erinnern. Hast du vergessen, was für ein Tag heute ist?«
   »Mittwoch…«, begann Vikram; dann stutzte er, und plötzlich leuchteten seine Augen auf. »Natürlich – heute ist ja der 24. Mai! Daran hatte ich wirklich nicht mehr gedacht.«
   »Wie schön!«, grinste Raja. »Dann konnte ich dich ja tatsächlich überraschen.«
   Er öffnete die Jeeptür und ließ sich auf dem Beifahrersitz nieder.
   »Heute vor genau zwanzig Jahren hat sich mein Leben verändert«, sagte er. »Als ich hier einen Kleinbus mit Plattfuß und eine Horde lebhafter Schulkinder entdeckt habe, und mitten unter ihnen einen bedauernswerten Fahrer, der mir in seiner Situation einfach nur leidgetan hat und dem ich mal eben zur Hand gehen wollte.«
   »Was seitdem zu deiner Gewohnheit geworden ist«, schmunzelte Vikram. »Zwanzig Jahre… wer hätte das damals geahnt.«
   »Niemand«, pflichtete Raja ihm bei. »Wie gut, dass das Schicksal seinen eigenen Kopf hat, was?«
   »Ich habe jedenfalls allen Grund, ihm dankbar zu sein«, versetzte Vikram.
   »Ich auch«, nickte Raja.

 

Leserrezensionen (mit Bewertung)

Wieder ein guter Teil
Nicole_Thoene, 16. Mai 2022 (5/5)

Das Cover gefällt mir sehr gut, die blaue Farbe passt sehr gut zu dem Landschaftsbild, das sich darauf befindet.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir durch den flüssigen Schreibstil wieder sehr gut gelungen.
Die Kapitel sind nicht zu lang und lassen sich dadurch angenehm lesen. Ausserdem ist die Geschichte schon ab dem ersten Kapitel fesselnd.
Was mir besonders gut gefällt ist, dass die Schurken mittendrin sind. Natürlich ist das auch spannend.
Um das Buch lesen zu können, sollte man schon die Vorgängerbänder gelesen haben, damit man einen besseren Bezug zu den Figuren hat.
Es geht um Liebe, Freundschaft und Zusammenhalt.
Persönlich gefällt mir die Saga sehr gut.
Klare Weiterempfehlung.


Ein Abschied, der schwerfällt
Langeweile, 25. Mai 2022 (5/5)

Ich habe die Reihe vom ersten Band an mit großer Begeisterung gelesen und sah diesem abschließenden Buch voller Spannung entgegen. Im Laufe der Jahre wuchsen mir die einzelnen Personen immer mehr ans Herz und es war jedes Mal ein nach Hause kommen zu liebgewonnenen Freunden. Es geht erneut um die beiden Familien Sharma und Sandeep , die sich im Laufe der Jahre immer mehr vergrößert und verzweigt haben.

Liebe, Leid, große Gefühle, aber auch viel Dramatik bestimmen ebenso wie in den vorhergehenden Bänden die Geschichte. Neben dem Alltag des großen Familienclans ,mit großen und kleinen Problemen aber auch viel Freude,geht es auch um die politische und wirtschaftliche Lage von Kashmir. Natürlich wird auch der Landschaftsbeschreibung wieder ein größerer Rahmen eingeräumt. Ich möchte von der Handlung nicht mehr verraten, um den anderen Lesern die Spannung zu erhalten.

Ich nehme mit einem lachenden und einem weinenden Auge Abschied von den liebgewordenen Protagonisten und werde sicherlich noch oft an diese großartigen Bücher denken.

Selbstverständlich vergebe ich fünf Sterne und eine Leseempfehlung.


Zwischen Trauer und Freude, Tod und Geburt
mabuerele, 27. Mai 2022 (5/5)

„...Lange betrachtete er das Foto, das den gesamten Bildschirm ausfüllte. Ein hübsches junges Mädchen von 17 Jahren mit langen, dunklen Zöpfen und blauen Augen, die vor Lebensfreude leuchteten...“

Der letzte Band der Saga beginnt mit Sanins Erinnerungen. Das junge Mädchen ist seine Schwester Salma. Sie lebt im Haus des Friedens, dass er vor sieben Jahren verlassen hat, um sich fanatischen Kämpfern anzuschießen. Obwohl er sich einredet, dass die Entscheidung richtig war, kommen ihn doch manch positive Erinnerungen.

Auch der letzte Teil der Saga lässt an Spannungen keine Wünsche offen.Außerdem beantwortet er die noch offenen Fragen und sorgt für einen runden Abschluss.

Der Schriftstil passt sich den Gegebenheiten an. Und die sind im Kashmir sehr vielfältig. Obwohl die Geschichte in der nahen Zukunft spielt, sind Attentate eher die Regel als die Ausnahme. Dabei kann es durchaus völlig Unbeteiligte treffen. Andererseits gibt es viele ruhige und besinnliche Szenen. Natürlich gehören in einen Abschlussband die eine oder andere Rückblende, auch um zu zeigen, wie sich mancher der Protagonisten entwickelt hat.

  „,,,“Weißt du“, fuhr Vishal fort, „ich denke oft an diese Zeit zurück. Nicht nur wegen Raja. Ich erinnere mich vor allem daran, wie wir dieses Haus nach den Sturmschäden wieder aufgebaut haben.“...“

Mittlerweile leitet Yussuf das Kinderheim. Natürlich stehen ihm Vikram, Sameera und Raja mit Rat und Tat zur Seite. Und dann gibt ihm eine selbstbewusste Frau zu verstehen, dass sie mit ihm leben will.

Eine gehörige Prise Humor darf an passenden Stellen nicht fehlen. Gerade ist Vikram von einer Leietr gestürzt.

  „...Sameera starrte auf das Corpus Delicti und schüttelte den Kopf. „Dir ist schon klar, dass ich damit eigentlich Tabletten aus dem Medizinschrank gemeint habe, ja?“ „Klar ist mir das klar“, antwortete Raja […]. „Aber so wie ich den alten Löwen kenne, nimmt er Schmerzmittel lieber in flüssiger als in fester Form zu sich.“...“

Das Buch lebt auch von den vielen Gesprächen, die immer etwas Besonderes sind und in die Tiefe gehen. Ich denke hier zuerst an den Dialog, den Vikram mit seinem Sohn Mohan führt. Auch das Gespräch zwischen Raja und seinem Enkel auf einer Bergtour ist sehr inhaltsreich. Nicht unerwähnt möchte ich Rajas weise Sprüche lassen. Hier ist einer davon:

  „...Wenn du nach vorne schaust, kannst du nicht über Dinge stolpern, die hinter dir liegen...“

Die Geschichte geht über einige Jahre. Trauer und Freude wechseln mit Tod und Geburt. Hochzeiten sind Höhepunkte im Haus des Friedens. Aus Kindern werden Leute, die zum Teil ihr Bestimmung in den verschiedenen Ländern der Welt finden. Nicht jeder Traum geht sofort in Erfüllung.

Dann wiederum gibt es Sätze, die eine Situation mit beklemmender Wucht beschreiben.

  „...Ein weiterer Engel des Schweigens ging zwischen ihnen vorüber. Erst nach langen Sekunden hob Salma vorsichtig den Kopf….“

Es gäbe noch manches zu dem Buch zu sagen. Die Reihe der möglichen Zitate übersteigt die Anforderung einer Rezension. Möge der zukünftige Leser die Feinheiten der Geschichte selbst erspüren.

Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es erzählt eine Geschichte von bedingungsloser Freundschaft, die auch in schwierigen Zeiten hält, von Hoffnung und stetem Neuanfang und von Toleranz in einem Land, das das Wort wenig kennt. Das letzte Wort darf noch einmal Raja haben:

  „...Denk daran: Immer wenn die Nacht am kältesten und dunkelsten ist, steht die Morgendämmerung unmittelbar bevor, und die Sonne geht wieder auf...“


Der Strom des Lebens - fließt weiter
Gelinde, 28. Mai 2022 (5/5)

Dies ist nun der 7. Und letzte Band der Kashmir-Saga.

Ein wahres Epos geht zu Ende – leider und ich fühle einen wahren Abschiedsschmerz.

So viel Gefühl, so viel Emotionen, schöne wie auch traurige.

Wieder ist es dem Autorenduo gelungen mich tief in die Geschichte eintauchen zu lassen. Ich war in Kashmir, mit Haut und Haaren. Habe die Geschichte miterlebt und mit gefiebert. Ich habe mich gefreut und mir blieb an einer Stelle die Spucke weg und ich musste einen Tag pausierten.

Einfach brillant wie wir nochmals das Leben aller Zöglinge der ersten Generationen erleben durften.

Voller Feingefühl wird uns wieder vor Augen geführt wie wertvoll Freundschaft und ein fester Zusammenhalt ist. Auch wenn Niederlagen, Tod und Zerstörung den Moment beherrschen. Doch Liebe, Toleranz und Hoffnung geben immer Raum zu einem Neubeginn.

Bei allem Schrecken und allen dramatischen Ereignissen, gab es ein wunderbar versöhnliches Ende, das zeigt, der Strom des Lebens geht unaufhaltsam weiter.

Wie auch ein tolles Zitat aus dem Buch beschreibt: Der Fluss setzte seinen Weg zum Meer fort, ob das Rad der Mühle gebrochen ist oder nicht.

Ich habe jede der gut 550 Seiten genossen (auch wenn ich manchmal die Luft anhalten musste). Die vier Hauptprotagoisten werden mir noch lange im Gedächtnis bleiben und in mir nachhallen.

Mein Fazit: Ein krönender Abschluss, für die brillante Kashmir-Saga.

Ich bin wieder absolut begeistert und würde gern mehr als 5 Sterne vergeben.


Der letzte Band der Kashmir-Saga - ein schwerer Abschied
Martinchen, 28. Mai 2022 (5/5)

Mit „Der Strom des Lebens“ liegt nun der letzte der sieben Bände um Vikram Sandeep, seiner Frau Sameera und seinem Freund Raja Sharma vor. Vikram hat die Leitung des Dar-as-Salam seinem ehemaligen Zögling Yussuf Sadaq anvertraut und möchte seinen Lebensabend genießen. Das heißt jedoch nicht, dass Vikram, Sameera und Raja untätig sind, denn ihr Rat und ihre Unterstützung werden nach wie vor gebraucht.

Das von Simone Dorra und Ingrid Zellner diesem Band vorausgestellte Zitat von Khalil Gibral: „Der Fluss setzt seinen Weg zum Meer fort, ob das Rad der Mühle nun gebrochen ist oder nicht.“ bildet das Leitmotiv für diesen letzten Teil der Geschichte um die beiden Familien Sandeep und Sharma. Daraus lässt sich bereits ableiten, dass der Lebensabend der Freunde sich in der unruhigen Provinz Kashmir nicht immer beschaulich ist.

Die Protagonisten sind aus den Vorgängerbänden gut bekannt, das Lesen ist wie ein Wiedersehen mit guten Freunden. Die ersten Kinder, die Vikram im Dar-as-Salam aufgenommen hat, sind erwachsen und gehen ihre eigenen Wege, starke Bindungen bleiben bestehen. Das ist kein Wunder, denn die Liebe zwischen den Freunden ist stark und beständig, was auch die großen und kleinen Kinder spüren.

Insbesondere Raja macht sich das erwähnte Zitat zu eigen, denn egal, was passiert, er ist derjenige, der nach der Trauer nach vorne schaut und den anderen den Mut gibt, weiterzumachen oder neu anzufangen.

Wie bei den anderen Bänden auch konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Dafür gilt den beiden Autorinnen Simone Dorra und Ingrid Zellner ein großes Lob, die das über die sieben Bände wunderbar hinbekommen haben.

Fazit: unbedingt lesen – und zwar alle Bände!

 

 


 

Leserstimmen


"Ein wahres Epos geht zu Ende – leider, und ich fühle einen wahren Abschiedsschmerz. So viel Gefühl, so viel Emotionen, schöne wie auch traurige." (Gelinde, 5/5)

"Es geht um Liebe, Freundschaft und Zusammenhalt. Klare Weiterempfehlung." (Nicole_Thoene, 5/5)

"Das Buch lebt auch von den vielen Gesprächen, die immer etwas Besonderes sind und in die Tiefe gehen." (mabuerele, 5/5)


"Wie bei den anderen Bänden auch konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Dafür gilt den beiden Autorinnen Simone Dorra und Ingrid Zellner ein großes Lob, die das über die sieben Bände wunderbar hinbekommen haben." (Martinchen, 5/5)


"Ich nehme mit einem lachenden und einem weinenden Auge Abschied von den liebgewordenen Protagonisten und werde sicherlich noch oft an diese großartigen Bücher denken." (Langeweile, 5/5)

 

Presse

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Alb-Bote (Südwest-Presse), 23. Mai 2022

 

"Wieder ist es dem Autorenduo gelungen, mich tief in die Geschichte eintauchen zu lassen. Ich war in Kashmir, mit Haut und Haaren. Habe die Geschichte miterlebt und mitgefiebert. (...) Voller Feingefühl wird uns wieder vor Augen geführt, wie wertvoll Freundschaft und ein fester Zusammenhalt ist. Auch wenn Niederlagen, Tod und Zerstörung den Moment beherrschen. Doch Liebe, Toleranz und Hoffnung geben immer Raum zu einem Neubeginn. Bei allem Schrecken und allen dramatischen Ereignissen gab es ein wunderbar versöhnliches Ende, das zeigt, der Strom des Lebens geht unaufhaltsam weiter. (...) Ich habe jede der gut 550 Seiten genossen (auch wenn ich manchmal die Luft anhalten musste). Die vier Hauptprotagonisten werden mir noch lange im Gedächtnis bleiben und in mir nachhallen. Ein krönender Abschluss für die brillante Kashmir-Saga. Ich bin wieder absolut begeistert und würde gern mehr als 5 Sterne vergeben." (Gelinde, 5/5)

 

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Wenn die Lichter ausgehen (HitMYFeel/Shutterstock.com)